Bevölkerungswachstum

Das Bevölkerungswachstum auf der Erde muß gestoppt werden.  zurück
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Die Angst vor einer Bevölkerungsexplosion ist unbegründet. Sie scheint nach neuesten Daten der UN auch gestoppt. Trotzdem muß auch das Bevölkerungswachstum gestoppt werden. Auch ein niedriges Wachstum ist immer noch ein exponentieller Prozeß und schädlich. 

Dabei sollte man allerdings bedenken, das viele Entwicklungsländer gar nicht überbevölkert sind. Tätsächlich haben nur Ägypten und Bangladesch eine höhere Bevölkerungsdichte als Deutschland oder die Niederlande. Auch verbrauchen die Menschen dort nur wenig Rohstoffe und Energie. Das Problem sind die Kinder, die in den Industrieländern geboren werden, und die von Anfang an einen hohen Energie- und Resourcenverbrauch haben und viel Abfall erzeugen.
Manfred Max-Neef, der chilenische Ökonom sagt, dass wenn die USA ihre Bevölkerung um 5% vermindern würden, hätte das den gleich Effekt für die Umwelt, wie wenn man die Bevölkerung von Indien halbieren würde. Ich glaube auch, dass es ein wenig rassistisch ist, den Entwicklungsländern Geburtenkontrolle vorzuschreiben, solange wir einen 10 bis 20 mal höheren Umweltverbrauch haben wie die Menschen in der Dritten Welt.

Eine Studie über die Grameen Bank in Bangladesch zeigt, das nur Frauen, die eine Alterssicherung und ein gesichertes Einkommen haben, weniger Kinder bekommen, als arme Frauen, die dies nicht haben. Fast alle Familienplanungsprogramme, ob unter Zwang oder freiwillig sind gescheitert.  Es hat sich auch gezeigt, das Frauen mit höherem Bildungsgrad weniger Kinder bekommen. Insgesamt müssen die Rechte der Frauen mehr geachtet werden.

In diesem Zusammenhang ist das Verbot für künstliche Verhütungsmittel des Vatikan fast kriminell zu nennen. Denn es können nun nicht einmal unbegrenzt viele Menschen auf der Erde leben. Und die Menschen verlangen nun einmal nach sicheren Verhütungsmitteln.

Das Bevölkerungswachstum sollte  auch nie als isoliertes Problem aufgefasst werden. Es gibt komplexe Wechselwirkungen mit anderen Faktoren wie Konsumniveau und Technologie. Zur Zeit verbrauchen die Reichen Länder auch wesentlich mehr Resourcen, als die Entwicklungsländer, also sind Kinder aus den Industriestaaten auch wesentlich mehr an deren Verbrauch beteiligt, als Kinder aus Entwicklungsländern.

Viele Menschen in der Dritten Welt empfinden die Forderungen der Industrieländer nach Bevölkerungswachstumskontrolle als rassistisch. Denn die Umweltauswirkungen der Kinder in den Entwicklungsländern sind gering. Wirklich viel Umwelt verbrauchen die Kinder in den Industrieländern. Es sind nur weiße, gesunde Babies erwünscht. Das ist Rassismus pur.

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Literatur:

Paul Harrison, Die Dritte Revolution - Antworten auf Bevölkerungsexplosion und Umweltzerstörung, Frankfurt/Main, Suhrkamp, 1. Auflage 1996


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Email Erstellt am 5.07.2000, Version vom 13.10.2017, Johannes Fangmeyer, GNU-FDL
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