Indigene Völker

Indigene Völker kennen keine idividuellen Landrechte, sondern nur kollektive. Den meisten indigenen Völkern wurde ihr Land geraubt, wie den Indianern und den Aborigines. Das passiert auch heute noch.
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Es gibt ca 300 - 350 Millionen Menschen, die zu den indigenen Völkern gehören. Sie haben meist eine eigene Sprache und Religion. Sie kennen unser Rechtssystem nicht, vor allem keine individuellen Landrechte. Es gibt sie auf der ganzen Welt und seit einigen Jahrzehnten kämpfen sie für ihre Belange. Sie haben auch eine beratende Funktion bei der UN.
Interessant ist vor allem, dass sie sich sehr nachhaltig verhalten. Sie haben Verhaltensweisen entwickelt, die die Bevölkerungszahl stabil halten und sie im Einklang mit der Natur leben lassen. Sie bilden keine Staaten, aber sie führen auch Krieg untereinander. Sie fühlen sich als Teil der Natur und nicht wie wir ihr übergeordnet, obwohl ihr Verhältnis zur Natur nicht nur von Respekt, sondern auch von Angst gekennzeichnet ist. Scheinbar instinktiv haben sie diese Verhaltensweisen entwickelt. Sie haben meist eine stabile Sozialordnung und sind auch oft matrilinear organisiert, das heißt, die Frauen besitzen das Land und haben das Sagen. Sie haben keine Wissenschaft, die ihnen sagt, wie sie nachhaltig leben sollen. Sie leben meist zum Teil von der Jagd und auch vom Sammeln von Beeren und Früchten und vom Wanderfeldbau durch die Frauen. Sie haben meist großen Respekt vor dem Menschen und haben keine Probleme mit Kriminalität und Drogen. Meist gibt es bei ihnen Medizinmänner oder -frauen, die die Menschen bei Krankheit behandeln.
Sie leben heute meist in abgelegenen Teilen der Welt. Leider gibt es dort auch viele Bodenschätze. Dann werden sie meist vertrieben oder umgesiedelt, weil man meint, sie dürften dem Fortschritt nicht im Wege stehen. Sie gelten als unterentwickelt. Dabei sind sie meistens sozial, ökologisch und menschlich unseren westlichen Gesellschaften überlegen.
Früher haben die Anthropologen ihre Kultur nur ausgebeutet und in Museen ausgestellt. Heute helfen die Ethnologen ihnen, ihre Rechte durchzusetzen. Viele Firmen wollen ihr Wissen über die Natur und Pflanzen kommerziell verwenden. Die indigenen Völker nennen das Biopiraterie. Die Biodiversität des Regenwaldes soll zur Ware werden. Auch dagegen kämpfen die indigenen Völker.
Man sollte die indigenen Völker aber nicht zu Öko-Heiligen machen. Einige von ihnen werden auch zu Umweltschädigern, wenn sie es können. Zum Beispiel die Navajo, die so zahlreich wurden und so viele Schafe hatten, dass die Regierung die Anzahl der Schafe limitieren mußte, um eine Überweidung des Navajolandes zu verhindern.
Wir sollten von den indigenen Kulturen lernen, wie wir nachhaltig leben können. Ihr ganzes Gesellschaftssystem ist nachhaltig. Alle Teile sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Das müssen wir auch lernen. Vielleicht müssen wir unsere Gesellschaft deswegen auch radikal verändern. Das Wirtschaftssystem und die Religion könnten das sein.

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Literatur:

Florian Maderspacher, Peter E. Stüben (Hrsg.:), Bodenschätze contra Menschenrechte, Hamburg, Junius-Verlag, 1. Auflage 1984
Michael J. Casimir, Mitwelt oder Umwelt - Kulturökologie im Spannungsfeld zwischen Romantik und Wissenschaft, in: Martina Jarnuszak, Frank Kressing (Hrsg.:) Zusammenhänge - Ureinwohner und Industrienationen, Infoestudie Nr.9, Mönchengladbach, Infoe-Verlag, 1994


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Links:

Mit indigene Völker suchen

Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie

Gesellschaft für bedrohte Völker Deutschland


Email Erstellt am 24.06.2004, Version vom 9.01.2017, Johannes Fangmeyer, GNU-FDL
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